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Isabelle Allende Geisterhaus
Artikel vom 27.12.2011, von Marret
Das Buch der chilenischen Autorin Isabelle Allende "Geisterhaus" von 1984 ist ihr erstes Buch, mit dem sie sogleich international erfolgreich war. Die 1942 geborene Journalistin war die Nichte des ehemaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende, der 1973 bei einem Militärputsch getötet wurde. Gleich danach verließ die Autorin Chile und verarbeitete ihre Erfahrungen in ihrem Erstlingsroman. Dieses Buch, Isabelle Allende Geisterhaus, ist im Grunde eher eine Biografie als ein Roman und beginnt mit der 1.Generation in den 1930er Jahren und endet mit der 4.Generation 1973. Im Mittelpunkt stehen die beiden Familien Trueba und del Valle, die in Chile der Oberschicht angehören. Esteban Trueba ist das Oberhaupt der Familie und seine hellsichtige Frau Clara del Valle schreibt über die ganze Zeit hinweg Tagebuch. Diese Tagebücher findet ihre Tochter nach dem Tot der Mutter und nachdem sie diese Bücher gelesen hat, beschließt sie diese endlose Familiengeschichte aus Hass, Blut und Rache zu beenden. In Isabelle Allende Geisterhaus, sind alle Figuren so bildhaft beschrieben, dass sie im Laufe des Lesens geradezu lebendig zu werden scheinen und auch wenn das Buch sehr dick ist, kann man sich aufgrund dieser Bildhaftigkeit alle Namen und deren Geschichten gut merken. Die Autorin hat es fertiggebracht, die komplette Geschichte flüssig zu schreiben und vor allem die ersten Kapitel sind teilweise sogar recht humorvoll. Während die ersten 300 Seiten sich hauptsächlich mit den ersten beiden Generationen der Familie Trueba befassen, werden die restlichen 200 Seiten dann so richtig spannend. Denn die historischen und politischen Bezüge der Familie Allende, treten hier in den Vordergrund und wer sich ein wenig mit deren Geschichte auskennt weiß, dass dies nur spannend sein kann. Doch nicht die Männer und die Politik stehen hierbei im Vordergrund, sondern sind es eher die Frauen der Familie, die hier die Hauptrollen spielen. Denn wie das Sprichwort schon sagt: "Ein Mann ist nur so gut, wie die Frau, die hinter ihm steht!" Da es nicht viele Bücher gibt, die mit so viel Fantasie und so lebendig geschrieben wurden, ist "Das Geisterhaus" absolut empfehlenswert. Auch wer nicht so sehr politisch interessiert ist, wird beim Lesen garantiert auf seine Kosten kommen.
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